“Die Schule soll stets danach trachten, dass der junge Mensch sie als harmonische Persönlichkeit verlasse, nicht als Spezialist.” Albert Einstein

Städtische Gesamtschule - Remscheid   |   Brüderstraße 6-8   |   42853 Remscheid   |   Tel: 02191 / 461 250

Albert-Einstein-Schule Remscheid Städtische Gesamtschule Remscheid Sekundarstufen I und II   Brüderstraße 6-8 DE-42853 Remscheid Tel: 02191/461 250
Inhalt 1 ALLGEMEINE ANGABEN ZUR INKLUSION AN DER AES 1.1 WAS IST INKLUSION? 1.2 LEITGEDANKE DER INKLUSION AN UNSERER SCHULE 1.3 ERZIEHEN 1.4 LEISTUNG MESSEN 1.5 BERATEN 1.6 BERUFSORIENTIERUNG 2 RAHMENBEDINGUNGEN 2.1 ORGANISIEREN 3 UNTERRICHTSENTWICKLUNG 3.1 UNTERRICHTEN 3.2 UMGANG BEI AUFFÄLLIGKEITEN IM EMOTIONAL- UND SOZIALVERHALTEN 3.3 FÖRDERN PLANEN 4 KOMMUNIKATIONSSTRUKTUREN 4.1 KOMMUNIZIEREN 1 Allgemeine Angaben zur Inklusion an der AES 1.1 Was ist Inklusion? Das   Schulgesetz   NRW   fordert   im   §   2,   das   Regelschulsystem   so   einzurichten,   dass   es   den   Bedürfnissen   aller   Menschen   gleichermaßen   gerecht   wird.   Die   Schule   als inklusiver   Ort   „fördert   die   vorurteilsfreie   Begegnung   von   Menschen   mit   und   ohne   Behinderung.“   (Schulgesetz   NRW   §   2   (5))   Das   gemeinsame   Unterrichten   und   Erziehen aller   Schüler*innen   soll   die   Regel   darstellen,   zusätzlich   werden   Schüler*innen   mit   Förderbedarf   individuell   gefördert.   Der   Bildungsauftrag   ist   darauf   gerichtet,   die Schüler*innen individuell den Lernvoraussetzungen entsprechend zu fördern, ohne sie in unterschiedliche Kategorien einzuteilen. „Eine   inklusive   Pädagogik   sortiert   erst   gar   nicht   aus.   Strukturen   und   Didaktik   sind   von   vornherein   auf   die   unterschiedlichen   Bedürfnisse   der   Schüler*innen   und   auf individuelles Fördern und Fordern ausgerichtet.“ (Schulgesetz NRW § 2 (5)) 1.2 Leitgedanke der Inklusion an unserer Schule Förderlernende   sind   gleichberechtigte   Lernende   der   AES.   Die   Lehrkräfte   der   allgemeinen   Schule   und   der   Sonderpädagogik   arbeiten   in   gemeinsamer   Verantwortung   an der   Umsetzung   der   allgemeinen   und   sonderpädagogischen   Ziele.   Die   Umsetzung   der   Fördermaßnahmen   obliegt   allen   Beteiligten.   Innere   und   äußere   Differenzierung wird im Rahmen der Notwendigkeit ermöglicht. An unserer Schule berücksichtigen wir gemeinsames Leben und Lernen unter Berücksichtigung von Individualität und Persönlichkeit der einzelnen Schüler*innen. Wir fördern: Soziale Integration Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl Realistische Selbsteinschätzung durch Kennenlernen und Erfahren eigener Stärken und Schwächen Selbstständigkeit Erlernen grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten, die auf die vielfältigen und wechselnden Anforderungen der praktischen Lebenswelt vorbereiten Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen Gesellschaftliche Normen und Werte anerkennen und beachten, regelgerechtes Verhalten, angemessenes Sozialverhalten Erwerb sozialer Kompetenzen Kommunikation Kooperationsfähigkeit und Hilfsbereitschaft Gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien Respekt vor der Würde anderer Toleranz und Akzeptanz gegenüber Heterogenität Unterstützung der körperlichen Entwicklung und Gesundheit Motorik Wahrnehmung Ernährung Gesundheitliche Aufklärung Förderung der Kreativität Der grundlegende Leitgedanke ist: „Jeder soll andere so behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte, und Verantwortung für sein Handeln übernehmen.“ 1.3 Erziehen Vornehmliches   Ziel   ist   es,   möglichst   viele   Situationen   so   zu   gestalten,   dass   sie   mit   allen   Lernenden   gemeinsam   erlebt   werden   können.   Erzieherische   Maßnahmen   gelten für alle Lernenden. Die Schulordnung der AES legt die Hauptregeln und Umgangsformen des Zusammenlebens fest. Es gibt verschiedene erzieherische Unterstützungsmaßnahmen, um auf die Lernenden individuell einzugehen: - FUF (Fachunabhängige Förderung) in Jahrgang 5 und 6 - Trainingsraumkonzept (in Jahrgang 5 und 6) - Klassenrat - Klassencoaching in Jahrgang 5 und 6 - Teamtage in verschiedenen Klassenstufen - Streitschlichterkonzept - Peers Der   Elternarbeit   wird   eine   große   Bedeutung   beigemessen.   Neben   zweimal   jährlich   stattfindenden   Elternsprechzeiten   werden   die   Sorgeberechtigten   bei   Bedarf telefonisch angesprochen und zu Zusatzterminen eingeladen. Darüber hinaus hat jeder Sorgeberechtigte die Möglichkeit in Fachkonferenzen mit zu arbeiten. 1.4 Leistung messen Zielgleich   unterrichtete   Förderlernende   schreiben   die   in   den   Fachkonferenzen   auf   jede   Lernstufe   bezogenen   Klassenarbeiten.   Bei   zieldifferent   unterrichteten   Lernende (LE, GG) wird die Leistungsüberprüfung individuell angepasst und ohne Schulnoten bewertet. Jährliche Überprüfung des Förderbedarfs Der   Förderbedarf   entsprechender   Lernenden   wird   jährlich   auf   den   Zeugniskonferenzen   am   Ende   des   Schuljahres   überprüft.   Als   Arbeitsgrundlage   dient   das   Formular „jährliche   Überprüfung   des   Förderbedarfs“,   welches   im   Vorfeld   von   der   Abteilungsleitung   an   die   Klassenlehrkräfte   ausgeteilt   wird.   Dieses   Formular   wird   zusammen   mit den Textzeugnissen in der Förderakte, durch die Klassenlehrkräfte abgeheftet. Zeugnisse Zielgleich unterrichtete Förderlernende erhalten ein Notenzeugnis. Förderlernende    die    zieldifferent    unterrichtet    werden,    bekommen    pro    Halbjahr    ein    Textzeugnis,    anstatt    eines    Notenzeugnisses.    Der    Abgabetermin    ist    im Jahresterminplan   festgehalten.   Eine   Kopie   des   Zeugnisses   wird   in   die   Lernenden   Akte   des   Lernenden   geheftet.   Die   einzelnen   Zeugnistexte   zum   Fach,   sowie   kurze Angaben   zu   Lern-,   Arbeits-   und   Sozialverhalten   werden   von   den   unterrichtenden   Lehrkräften   in   Absprache   und   Zusammenarbeit   mit   den   Förderlehrkräften   verfasst.   Die Texte   werden   abschließend   namentlich   gekennzeichnet.   Die   Texte   zu   Lern-   und   Arbeitsverhalten   sowie   Sozialverhalten   vervollständigen   die   Klassenlehrkräfte   mit Unterstützung   der   Förderlehrkräfte.   Die   Klassenlehrkräfte   sammeln   die   Zeugnistexte   der   unterrichtenden   Lehrkräfte   ein,   fügen   sie   zu   dem   fertigen   Zeugnis   zusammen und   schicken   es   an   die   Abteilungsleitung.   Die   Abteilungsleitung   ist   für   das   Drucken   der   Zeugnisse   verantwortlich.   Die   Zeugnisvordrucke   werden   den   Klassenlehrkräften zur Verfügung gestellt. Hinweise zur Erstellung von Textzeugnissen befinden sich auf dem Server der AES. Lernende,   die   in   Klasse   10   an   einem   besonderen   Bildungsgang   zum   Erwerb   eines   dem   Hauptschulabschlusses   nach   Klasse   9   gleichwertigen   Abschluss   teilnehmen, erhalten   ein   Textzeugnis   mit   den   entsprechenden   Noten.   Dabei   ist   darauf   zu   achten,   dass   die   erbrachte   Leistung   den   Anforderungen   der   Klasse   9   und   nicht   der   Klasse 10 entspricht. Nachteilsausgleich Nachteilsausgleiche   dienen   dazu,   dass   Lernende   mit   einer   Schwierigkeit   (z.B.   auch   Autismus-Spektrum-Störung   und   LRS)   und/oder   mit   sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf   ihre   Fähigkeiten   in   Bezug   auf   die   Anforderungen   der   jeweiligen   Ausbildungs-   undPrüfungsordnungen   der   allgemeinen   Schule   abrufen   können. Lernende   mit   sonderpädagogischem   Unterstützungsbedarf   haben   das   Recht   auf   volle   Teilhabe   am   allgemeinen   Bildungssystem.   Damit   verbunden   bleibt   der   Anspruch auf   bestmögliche   sonderpädagogische,   therapeutische   oder   pflegerische   Unterstützung   oder   Nachteilsausgleiche.“   (Sonderheft   Inklusion   01/14.S.6)   Nachteilsausgleiche sollen   so   ausgerichtet   sein,   dass   begründete   Benachteiligungen   ausgeglichen   werden   und   Chancengleichheit   entsteht.   Sorgeberechtigte   oder   Lehrkräfte   beantragen einen   Nachteilsausgleich   bei   der   Schulleitung.   Nach   Rücksprache   und   Beratung   im   Rahmen   der   Klassen-/Zeugniskonferenz   entscheidet   die   Schulleitung   über   Art   und Umfang   eines   zu   gewährenden   Nachteilsausgleiches.   Der   Nachteilsausgleich   wird   zu   Beginn   jeden   Schuljahrs   festgelegt   und   ist   für   alle   Lehrkräfte   verbindlich.   In   der Lernenden   Akte   wird   der   Nachteilsausgleich   dokumentiert,   nicht   aber   auf   dem   Zeugnis.   Die   gesetzliche   Grundlage   zur   Erteilung   eines   Nachteilausgleiches   für   Lernende mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ergibt sich unter anderem aus § 19. 1.5 Beraten Die   Förderlehrkräfte   sind   Ansprechpartner*innen   für   das   gesamte   Kollegium   bei   förderpädagogischen   Fragestellungen   und   Diagnostik.   Individuelle   Beratungstermine mit   Lehrkräften   sowie   Hospitationstermine   sind   in   jeder   Lerngruppe   möglich.   Für   die   Beratung   aufgrund   von   auffälligem   Lern-   oder   Sozialverhalten   von   Lernenden   ohne diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf ist folgender Ablauf vorgesehen: o Die ratsuchende Lehrkraft meldet ihren Bedarf bei der Abteilungsleitung der entsprechenden Lernstufe an. o Im nachfolgenden Beratungsgespräch werden Rückfragen geklärt und Handlungsmöglichkeiten diskutiert. o Eventuell wird ein Hospitationstermin der Förderlehrkräfte im Unterricht vereinbart. o Reflexion o Im Falle eines notwendigen AO-SF-Antrages steht die Förderlehrkraft den durchführenden Lehrkräften beratend zur Seite. Jede   Förderlehrkraft   hält   eine   Wochenstunde   zu   Beratungszwecken   für   Lehrkräfte   im   Stundenplan   bereit.   Diese   kann   zeitlich   flexibel   organisiert   werden.   In   den Jahrgangsstufen   5/6,   7/8   und   9/10   findet   einmal   wöchentlich   eine   Beratungsstunde   statt.   An   dieser   Sitzung   sind   die   Abteilungsleitungen,   die   Beratungslehrkräfte,   die Sozialpädagog*innen und bei Bedarf die Förderlehrkräfte beteiligt. 1.6 Berufsorientierung Lernende   in   ihrer   beruflichen   Orientierung   und   Lebensplanung   zu   unterstützen   ist   Ziel   des   für   alle   Lernende   verbindlichen   NRW-Landesprojektes   „Kein   Abschluss   ohne Anschluss“ (KAoA). Das   Projekt   setzt   in   Jahrgang   8   mit   folgenden   Standardelementen   zur   beruflichen   Orientierung   in   unserer   Schule   ein:   Potenzialanalyse,   Berufsfelderkundung   und Beratung. Das Programm KAoA-STAR gilt für Lernende mit Bedarf an förderpädagogische Unterstützung in den Bereichen Geistige Entwicklung (GG) Hören und Kommunikation (HK) Körperliche und motorische Entwicklung (KM) Sehen (SE) Sprache (SQ) Autismus-Spektrum-Störung und/oder anerkannter Schwerbehinderung Lernende   mit   sonderpädagogischen   Unterstützungsbedarfen   LE   und   ES   werden   den   Trägern,   welche   die   Potenzialanalyse   und   Berufsfelderkundung   durchführen, gemeldet,   damit   diese   sich   auf   die   Zielgruppe   einstellen   können.   Als   Teil   dieses   Konzeptes   bietet   KAoA-STAR   („KAoA   –   Schule   trifft   Arbeitswelt“)   darüber   hinaus   ab   dem drittletzten   Schulbesuchsjahr   eine   besondere   Unterstützung   und   Begleitung   im   Sinne   einer   förderspezifischen   Umsetzung   der   Berufsorientierung   in   unserer   Schule. Dabei   richtet   sich   KAoA-STAR   an   jene   Lernende   mit   den   Förderschwerpunkten   GG,   KME,   HK,   SE   und   SQ   sowie   an   solche   mit   anerkannter   Autismus-Spektrum-Störung oder einer ausgewiesenen Schwerbehinderung. Die   Teilnahme   an   KAoA-STAR   beschließen   die   Klassenlehrkräfte   und   die   Förderkräfte   gemeinsam   mit   den   Sorgeberechtigten   der   jeweiligen   Lernende   in   einem individuellen   Beratungsgespräch,   was   i.   d.   R.   im   zweiten   Halbjahr   des   siebten   Jahrgangs   stattfindet.   Das   Ergebnis   dieses   Beratungsgespräches   wird   schriftlich dokumentiert,   wobei   die   Möglichkeit   besteht,   nachträglich   einmal   zwischen   den   beiden   Systemen   KAoA   und   KAoA-STAR   zu   wechseln.   KAoA-STAR   wird   durch Mitarbeiter*innen   des   Integrationsfachdienstes   der   Stadt   Remscheid   unterstützt,   die   mit   der   Schule,   den   Sorgeberechtigten   und   den   Lernenden   zusammenarbeiten   und sie   über   den   gesamten   Berufsorientierungsprozess   hinweg   begleiten.   Neben   den   Standardelementen   Potenzialanalyse,   Berufsfelderkundung,   Beratung   und   dem   später folgenden    Praktikum    können    bei    Bedarf    flankierende    Hilfen    für    die    Lernenden    in    Anspruch    genommen    werden,    wie    Berufsorientierungsseminare    oder arbeitsplatzbezogene Kommunikationstrainings. Praktikum Neben   der   Berufsvorbereitung   KAoA   und   KAoA-STAR   machen   alle   Lernende   der   Jahrgangsstufe   9   zu   einem   festgelegten   Termin   ein   dreiwöchiges   Betriebspraktikum. Weitere   Praktika   für   die   Förderlernende   mit   dem   Unterstützungsschwerpunkten   Lernen   undGeistige   Entwicklung   sind   möglich,   sofern   diese   nicht   den   Schulabschluss (möglicher   Hauptschulabschluss   nach   Klasse   9)   gefährden.   Bei   Bedarf   kann   in   Jahrgang   10   für   diezieldifferent   unterrichteten   Förderlernende   ein   Tagespraktikum, welches   regelmäßig   ein-   bis   zweimal   wöchentlich   stattfindet,   durchgeführt   werden.   Dies   dient   der   Berufserkundung   und   -   eingliederung   in   ein   gewünschtes   Berufsfeld dienen.   Die   Sorgeberechtigten   müssen   dazu   ihr   Einverständnis   geben.   Lernende,   die   nicht   an   der   ZP   10   teilnehmen,   machen   in   dieser   Zeit   ein   weiteres   zweiwöchiges Praktikum. Für die zieldifferent unterrichteten Förderlernenden gibt es eine gesonderte Praktikumsmappe, die den Voraussetzungen individuell angepasst werden kann. Die Praktikumsmappe befindet sich auf dem Server der AES. 2 Rahmenbedingungen 2.1 Organisieren Differenzierungsräume Zur   äußeren   Differenzierung   werden   Differenzierungsräume   benötigt.   In   den   Jahrgängen   5/6   stehen   in   Gebäude   II   zwei   Förderräume   und   eine   kleine   Küche   im „Kinderhaus“ zur Verfügung. In   Gebäude   I   gibt   es   zwei   Förderräume   angrenzend   an   die   Klassenräume   R125   und   R225.   Der   Raum   216   dient   als   Förderraum   und   ist   entsprechend   ausgestattet.   Diese Räume dienen als Differenzierungsraum   für   Einzel-   und   Gruppenbetreuung   und   als   Rückzugsraum,   um   zeitnah   und   flexibel   Beratungsgespräche   mit   Lernenden   und   Sorgeberechtigten führen zu können. Stundenplangestaltung.   Die   Förderlehrkräfte   gestalten   unter   Berücksichtigung   der   Bedürfnisse   der   Förderlernenden   die   Verteilung   ihrer   Wochenstunden   im   Stundenplan selbst.   Ihr   Stundenplan   ist   flexibel   und   kann   verändernden   Bedürfnissen   angepasst   werden.   Dazu   können   gegebenenfalls   die   Einrichtung   von   Differenzierungskursen oder feste Zeiträume zur Verhaltensevaluation von Schülern   mit   dem   Förderschwerpunkt   ES   gehören.   In   den   Fächern   der   Fächergruppe   I   ist   möglichst   Doppelbesetzung   anzustreben.   Auf   Grund   der   Beratungstätigkeit   zu förderpädagogischen    Fragestellungen    und    Diagnostik    ist    es    notwendig,    dass    die    Förderlehrkraft    ihren    Einsatz    (Doppelbesetzung,    beratende    Tätigkeit, Differenzierungskurs)   flexibel   an   die   Gegebenheiten   und   im   Sinne   aller   Beteiligten   anpassen   kann.   Die   Förderlehrkraft   wird   nicht   zur   allgemeinen   Vertretung   eingesetzt. In Ausnahmefällen kann sie eine kurzfristige Vertretung in einer Klasse mit ihr vertrauten Förderlernende übernehmen. Klassenbildung in Jahrgang 5 Die   Beratungslehrkraft   führt   im   Frühjahr   Gespräche   mit   den   Klassen-   und   Förderlehrkräften   der   Grundschulen,   um   anamnestisches   Vorwissen   für   die   Verteilung   der Förderlernenden   in   die   fünften   Klassen   und   deren   weitere   Förderplanung   berücksichtigen   zu   können.   Bei   Bedarfkann   eine   Förderlehrkraft   die   Beratungslehrkraft   dabei unterstützen.   Ein   Team   aus   Schulleitungsmitgliedern,   Beratungs-   und/oder   Förderlehrkräfte   führt   mit   jedem/jeder   aufzunehmende   Lernenden   ein   Gespräch   und   notiert besondere   Stärken   oder   Bedürfnisse.   Bei   der   Klassenbildung   dienen   diese   Gesprächsnotizen,   neben   den   Grundschulzeugnissen,   als   Grundlage   der   Zuordnung   zu   einer Klasse.   Die   Klassenbildung   wird   durch   die   Schulleitung   durchgeführt   und   es   wird   auf   Ausgewogenheit   in   unterschiedlichen   Bereichen   Wert   gelegt.   Nach   den Herbstferien   werden   die   Lehrkräfte   der   Grundschulen   und   der   Förderschulen   zu   einem   Austausch   mit   den   neu   unterrichtenden   Klassenlehrkräften   des   Jahrgangs   5 eingeladen. Alle zukünftigen Klassenlehrkräfte haben die Möglichkeit,die ihnen zugewiesenen Lernenden im Grundschulunterricht zu erleben. Elternsprechtage Zweimal   jährlich   finden   Mitte   Mai   und   Mitte   November   Elternsprechtage   statt.   Die   Förderlehrkräfte   stehen   für   vereinbarte   Termine   und   spontane   Gespräche   in   dieser Zeit   zur   Verfügung.   Dazu   wird   ihnen   ein   gesonderter   Raum   zur   Verfügung   gestellt,   der   im   Raumplan   vermerkt   wird.   Nach   Absprache   können   die   Gespräche   mit   den Sorgeberechtigten   auch   gemeinsam   mit   den   entsprechenden   Klassenlehrkräften   durchgeführt   werden.   Gestaltung   und   Planung   von   Unterricht   Die   Unterrichtsinhalte legt   die   Lehrkraft   der   Allgemeinschule   fest.   Differenzierungsmaßnahmen   und   Veränderungen   der   Inhalte   für   die   Förderlernende   legt   die   Lehrkraft,   in   Absprache   mit   der Förderlehrkraft fest. Schulabschlüsse Förderschwerpunkt Lernen (LE) Erwerb des Hauptschulabschlusses nach Klasse 9 Zum   Ende   der   Jahrgangsstufe   9   entscheidet   die   Zeugniskonferenz,   ob   die   betroffenen   Lernenden   in   Jahrgang   10   an   dem   Bildungsgang   zum   Erwerb   eines   dem Hauptschulabschluss    nach    Klasse    9    gleichwertigen    Abschlusses    teilnehmen    können.    Dies    ist    der    Fall,    wenn    erwartet    werden    kann,    dass    sie    aufgrund    ihrer Leistungsfähigkeit   und   Gesamtentwicklung   diesen   Abschluss   erreichen   können.   Zusätzlich   müssen   die   Lernenden   im   Jahrgang   9   im   Fach   Englisch   unterrichtet   worden sein.   Schüler,   die   an   diesem   Bildungsgang   teilnehmen,   werden   in   allen   Unterrichtsfächern   entsprechend   der   Hauptschulkriterien   nach   Klasse   9   bewertet.   Es   gelten   die Vorgaben    entsprechend    der    §35-36    AO-SF    NRW.    Die    genauen    Anforderungen    sind    dort    nachzulesen.    Es    wird    angestrebt,    die    Lernenden    am    Unterricht    des Klassenverbandes    teilnehmen    zu    lassen.    In    Unterrichtsfächern    mit    besonderem    Unterstützungsbedarf    erfolgt    die    Förderung    abhängig    von    Gruppengröße    und Leistungsfähigkeit in innerer oder äußerer Differenzierung (siehe § 37 AO-SF NRW) Alle weiteren Lernenden erhalten nach Absolvierung der Klasse 10 einen Abschluss des Bildungsgangs Lernen. Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (GG) Am   Ende   der   Schulbesuchszeit,   bzw.   nach   11   Schulbesuchsjahren,   erhalten   die   Lernenden   ein   Abschlusszeugnis,   das   die   erworbenen   Kenntnisse,   Fähigkeiten   und Fertigkeiten   bescheinigt.   AO-SF   §   41   (3).   Wurden   die   erforderlichen   Schulbesuchsjahre   nicht   erreicht   UND   das   18.   Lebensjahr   noch   nicht   vollendet,   müssen entsprechende Schulbesuchsmaßnahmen erfolgen. Zielgleiche Förderschwerpunkte In   allen   zielgleichen   Förderschwerpunkten   wird   ein   regulärer   Schulabschluss   angestrebt.   Hierbei   ist   insbesondere   auf   den   Zeugniskonferenzen   der   Jahrgänge   9   und   10 zu prüfen, ob der Förderbedarf aufgehoben werden kann. 3 Unterrichtsentwicklung 3.1 Unterrichten Differenzierung Nach   Möglichkeit   findet   eine   inklusive   Beschulung   in   der   Regel   sowohl   bei   zielgleich   als   auch   bei   zieldifferent   beschulten   Lernenden   im   Klassenverband   statt.   Alle   in   der Klasse   unterrichtenden   Lehrkräfte   sind   in   der   Verantwortung   die   individuellen   Förderziele   und   die   Bedürfnisse   jedes   Lernenden   zu   berücksichtigen.   Dies   kann   bei   Bedarf die   Notwendigkeit   einer   Binnendifferenzierung   bei   der   Ausgestaltung   des   Unterrichts   beinhalten.   Die   Auswahl   der   Unterrichtsinhalte   orientiert   sich   bei   zieldifferenter Beschulung   ebenfalls   am   Lehrplan   der   Gesamtschule.   Jedoch   muss   individuell   entschieden   werden,   an   welchen   Lehrplanzielen   die   Lernenden   arbeiten.   Die   individuelle Förderung   macht   teilweise   eine   äußere   Differenzierung   in   Kleingruppen,   oder   in   Einzelförderung   notwendig.   Dies   gilt   insbesondere   für   die   Fächer   der   Fächergruppe   I. Differenzierungskurse    werden    abhängig    von    sonderpädagogischer    Personalkapazität    angeboten    und    können    jahrgangsübergreifend    stattfinden.    Gegebenenfalls benötigen    zieldifferent    beschulte    Lernende    unterschiedlichste    Lernmaterialien,    die    handlungsorientiertes    Lernen    entsprechend    ihrer    Ziele    und    Möglichkeiten ermöglichen. Nach Bedarf ist bei zieldifferent beschulten Lernenden eine individuelle Stundenplangestaltung möglich. Vertretungsreader Für   alle   Lernenden   der   Albert-Einstein-Schule   gibt   es   einen   Reader,   der   bei   Bedarf   in   Vertretungsstunden   eingesetzt   werden   kann.   Die   Reader   sind   jeweils   auf   einen Jahrgang   ausgerichtet   und   enthalten   Unterrichtsinhalte   aus   allen   Fächern.   Die   Aufgaben   dienen   der   Wiederholung   und   der   Festigung   des   Unterrichtsstoffes.   Die   Reader werden   in   einer   Box   im   Klassenraum   aufbewahrt.   Einzelne   Aufgaben   können   auch   von   Lernenden   mit   Förderbedarf   bearbeitet   werden.   Zusätzlich   gibt   es   einen   Reader für   Förderlernende.   Dieser   Reader   befindet   sich   in   den   jeweiligen   Inklusionsräumen   oder   wird   am   Anfang   des   Schuljahres   an   die   zieldifferent   unterrichteten   Lernenden verteilt. Weitere Differenzierungsmöglichkeiten für alle Lernenden - LRS Förderungskurse - Werkstattkarussell für die Fächer Mathematik und Deutsch im Jahrgang 5 3.2 Umgang bei Auffälligkeiten im Emotional- und Sozialverhalten Lernende   mit   Unterstützungsbedarf   im   Emotional-und   Sozialverhalten   zeigen   Auffälligkeiten   in   unterschiedlichsten   Ausprägungen   und   Häufigkeiten.   Sie   unterscheiden sich   mit   ihrer   Tendenz   selbst-   und   fremdgefährdendes   Verhalten   in   extrovertierter   oder   introvertierter   Art   zu   zeigen,   stark   von   ihren   Mitlernenden.   Daher   haben   diese Lernenden   teilweise   besondere   Bedürfnisse,   auf   die   im   Unterrichtsgeschehen   Rücksicht   genommen   werden   muss.   Folgenden   Gelingensbedingungen   tragen   zu   dem Erfolg der inklusiven Beschulung und einem störungsreduzierten Unterrichtsverlauf bei: Enge Beziehung zur Lehrkraft Transparenz der Regeln und Konsequenzen (Classroommanagement) Auszeitmöglichkeiten Unmittelbare Rückmeldung (Lob) bei positivem Verhalten (orientiert am individuellen Förderziel) Verstärkersysteme (für die Klasse, aber auch individuell) Regelmäßige und unmittelbare 1:1-Reflexion bei Regelverstößen Transparenz und Reflexion des Förderziels mit den Lernenden und den Sorgeberechtigten (Förderplangespräch) Enger Austausch über positive und negative Verhaltensentwicklung mit den Sorgeberechtigten Tolerantes Klassenklima 3.3 Fördern planen Förderpläne erstellen Für   Förderlernende   werden   mindestens   zwei   Förderpläne   pro   Schuljahr   geschrieben.   Die   jeweilige   Fachlehrkraft   formuliert   in   Zusammenarbeit   mit   den   Förderlehrenden die   Förderziele.   Der   Abgabetermin   für   die   fertigen   Pläne   ist   jeweils   vor   den   Herbst-   und   Osterferien.   Den   Sorgeberechtigten   wird   der   Plan   zur   Kenntnisnahme   vorgelegt und von ihnen unterschrieben. Im Anschluss werden die Förderpläne in der Förderakte abgeheftet. Bereiche der Förderpläne Alle   anderen   Förderlernenden   erhalten   mindestens   ein   fachunabhängiges   Förderziel   aus   den   vorrangigen   Entwicklungsbereichen,   welches   sich   nach   den   individuellen Voraussetzungen   richtet.   Die   Förderlernenden   Lernen   (LE)   und   Geistige   Entwicklung   (GG)   erhalten   zusätzlich   individuelle   Förderziele   in   den   Fächern   Mathematik, Deutsch   und   zu   einem   vorrangigen   Entwicklungsbereich.   Beide   Vordrucke   (zielgleich   und   zieldifferent)   befinden   sich   auf   dem   Server   der   AES.   Verantwortliche Lehrer*innen    für    das    Schreiben    der    Förderpläne    Der    Förderplan    wird    von    den    unterrichtenden    Fachlehrkräften    Mathematik    und    Deutsch    in    Absprache    und Zusammenarbeit   mit   den   Förderlehrkräften   verfasst.   Die   fachunabhängigen   Ziele   schreiben   die   Klassenlehrkräfte   mit   Unterstützung   der   Förderlehrkräfte   und   in Absprache   mit   den   unterrichtenden   Fachlehrkräften   der   Klasse.   Die   Klassenlehrkräfte   fügen   die   formulierten   Ziele   zu   einem   Förderplan   zusammen.   Die   Evaluation   der Förderziele   wird   jeweils   vor   der   Abgabe   der   neuen   Förderpläne   von   den   Klassen-   und   den   Fachlehrkräften   Mathematik   und   Deutsch   durchgeführt.   Jede   Lehrkraft,   die   in der entsprechenden Klasse unterrichtet, ist verpflichtet den Förderplan durchzulesen und umzusetzen. 4 Kommunikationsstrukturen 4.1 Kommunizieren Strukturen für die unterrichtenden Lehrkräfte Zur   Vernetzung   der   unterrichtenden   Lehrkräfte   gibt   es   an   der   Albert-Einstein-Schule   verschiedene   Instrumente,   die   die   Zusammenarbeit   von   Klassen-,   Fach-   sowie Förderlehrkräfte   und   dem   Elternhaus   erleichtern   sollen.   Über   ständige   oder   wechselnde   Fördermaßnahmen   können   sich   alle   Beteiligten   über   ein   Mitteilungsheft austauschen.   So   können   Maßnahmen   aus   den   Förderplänen   direkt   übertragen   werden   und   alle   Lehrpersonen   sich   an   der   Umsetzung   und   Evaluation   beteiligen. Angegliedert   an   das   Mitteilungsheft   gibt   es   Dokumentationsbögen,   die   für   jede/n   Lernenden   einzeln   geführt   werden   können,   um   den   Erfolg   von   Maßnahmen   zu evaluieren, die Diagnostik weiterer Fördermaßnahmen zu erleichtern und den Grundstein für eine effiziente Beratung zu bieten. Team der Sonderpädagogen Bei Bedarf, mindestens aber viermal im Jahr tagen die Förderlehrkräfte und tauschen sich über - die ihnen zugeordneten Förderlernenden - Beratungsfälle - Materialbeschaffung - Unterrichtsgestaltung etc. aus. Inklusionsjahresplan Zu   Beginn   des   Schuljahres   werden   Termine,   in   den   Jahresterminplan   der   Schule   integriert.   Ein   weiterer   Plan   enthält   Fristen,   Inhalte,   Zuständigkeiten   sowie Formularanlagen und -ablagen, die die Inklusion betreffen. Stand: 07.02.2020

Rahmenkonzept zur Inklusion der Albert-Einstein-Schule

Albert-Einstein-Schule Remscheid Städtische Gesamtschule Remscheid, Sekundarstufen I und II Brüderstraße 6-8 | DE-42853 Remscheid | Tel: 02191/461250
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Musikraum Gebäude II
Inhalt 1 ALLGEMEINE ANGABEN ZUR INKLUSION AN DER AES 1.1 WAS IST INKLUSION? 1.2 LEITGEDANKE DER INKLUSION AN UNSERER SCHULE 1.3 ERZIEHEN 1.4 LEISTUNG MESSEN 1.5 BERATEN 1.6 BERUFSORIENTIERUNG 2 RAHMENBEDINGUNGEN 2.1 ORGANISIEREN 3 UNTERRICHTSENTWICKLUNG 3.1 UNTERRICHTEN 3.2 UMGANG BEI AUFFÄLLIGKEITEN IM EMOTIONAL- UND SOZIALVERHALTEN 3.3 FÖRDERN PLANEN 4 KOMMUNIKATIONSSTRUKTUREN 4.1 KOMMUNIZIEREN 1 Allgemeine Angaben zur Inklusion an der AES 1.1 Was ist Inklusion? Das   Schulgesetz   NRW   fordert   im   §   2,   das   Regelschulsystem   so   einzurichten,   dass   es   den   Bedürfnissen   aller   Menschen   gleichermaßen   gerecht   wird.   Die   Schule   als inklusiver   Ort   „fördert   die   vorurteilsfreie   Begegnung   von   Menschen   mit   und   ohne   Behinderung.“   (Schulgesetz   NRW   §   2   (5))   Das   gemeinsame   Unterrichten   und   Erziehen aller   Schüler*innen   soll   die   Regel   darstellen,   zusätzlich   werden   Schüler*innen   mit   Förderbedarf   individuell   gefördert.   Der   Bildungsauftrag   ist   darauf   gerichtet,   die Schüler*innen individuell den Lernvoraussetzungen entsprechend zu fördern, ohne sie in unterschiedliche Kategorien einzuteilen. „Eine   inklusive   Pädagogik   sortiert   erst   gar   nicht   aus.   Strukturen   und   Didaktik   sind   von   vornherein   auf   die   unterschiedlichen   Bedürfnisse   der   Schüler*innen   und   auf individuelles Fördern und Fordern ausgerichtet.“ (Schulgesetz NRW § 2 (5)) 1.2 Leitgedanke der Inklusion an unserer Schule Förderlernende   sind   gleichberechtigte   Lernende   der   AES.   Die   Lehrkräfte   der   allgemeinen   Schule   und   der   Sonderpädagogik   arbeiten   in   gemeinsamer   Verantwortung   an der   Umsetzung   der   allgemeinen   und   sonderpädagogischen   Ziele.   Die   Umsetzung   der   Fördermaßnahmen   obliegt   allen   Beteiligten.   Innere   und   äußere   Differenzierung wird im Rahmen der Notwendigkeit ermöglicht. An unserer Schule berücksichtigen wir gemeinsames Leben und Lernen unter Berücksichtigung von Individualität und Persönlichkeit der einzelnen Schüler*innen. Wir fördern: Soziale Integration Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl Realistische Selbsteinschätzung durch Kennenlernen und Erfahren eigener Stärken und Schwächen Selbstständigkeit Erlernen grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten, die auf die vielfältigen und wechselnden Anforderungen der praktischen Lebenswelt vorbereiten Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen Gesellschaftliche Normen und Werte anerkennen und beachten, regelgerechtes Verhalten, angemessenes Sozialverhalten Erwerb sozialer Kompetenzen Kommunikation Kooperationsfähigkeit und Hilfsbereitschaft Gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien Respekt vor der Würde anderer Toleranz und Akzeptanz gegenüber Heterogenität Unterstützung der körperlichen Entwicklung und Gesundheit Motorik Wahrnehmung Ernährung Gesundheitliche Aufklärung Förderung der Kreativität Der grundlegende Leitgedanke ist: „Jeder soll andere so behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte, und Verantwortung für sein Handeln übernehmen.“ 1.3 Erziehen Vornehmliches   Ziel   ist   es,   möglichst   viele   Situationen   so   zu   gestalten,   dass   sie   mit   allen   Lernenden   gemeinsam   erlebt   werden   können.   Erzieherische   Maßnahmen   gelten für alle Lernenden. Die Schulordnung der AES legt die Hauptregeln und Umgangsformen des Zusammenlebens fest. Es gibt verschiedene erzieherische Unterstützungsmaßnahmen, um auf die Lernenden individuell einzugehen: - FUF (Fachunabhängige Förderung) in Jahrgang 5 und 6 - Trainingsraumkonzept (in Jahrgang 5 und 6) - Klassenrat - Klassencoaching in Jahrgang 5 und 6 - Teamtage in verschiedenen Klassenstufen - Streitschlichterkonzept - Peers Der   Elternarbeit   wird   eine   große   Bedeutung   beigemessen.   Neben   zweimal   jährlich   stattfindenden   Elternsprechzeiten   werden   die   Sorgeberechtigten   bei   Bedarf   telefonisch angesprochen und zu Zusatzterminen eingeladen. Darüber hinaus hat jeder Sorgeberechtigte die Möglichkeit in Fachkonferenzen mit zu arbeiten. 1.4 Leistung messen Zielgleich   unterrichtete   Förderlernende   schreiben   die   in   den   Fachkonferenzen   auf   jede   Lernstufe   bezogenen   Klassenarbeiten.   Bei   zieldifferent   unterrichteten   Lernende (LE, GG) wird die Leistungsüberprüfung individuell angepasst und ohne Schulnoten bewertet. Jährliche Überprüfung des Förderbedarfs Der   Förderbedarf   entsprechender   Lernenden   wird   jährlich   auf   den   Zeugniskonferenzen   am   Ende   des   Schuljahres   überprüft.   Als   Arbeitsgrundlage   dient   das   Formular „jährliche   Überprüfung   des   Förderbedarfs“,   welches   im   Vorfeld   von   der   Abteilungsleitung   an   die   Klassenlehrkräfte   ausgeteilt   wird.   Dieses   Formular   wird   zusammen   mit den Textzeugnissen in der Förderakte, durch die Klassenlehrkräfte abgeheftet. Zeugnisse Zielgleich unterrichtete Förderlernende erhalten ein Notenzeugnis. Förderlernende   die   zieldifferent   unterrichtet   werden,   bekommen   pro   Halbjahr   ein   Textzeugnis,   anstatt   eines   Notenzeugnisses.   Der   Abgabetermin   ist   im   Jahresterminplan festgehalten.   Eine   Kopie   des   Zeugnisses   wird   in   die   Lernenden   Akte   des   Lernenden   geheftet.   Die   einzelnen   Zeugnistexte   zum   Fach,   sowie   kurze   Angaben   zu   Lern-, Arbeits-   und   Sozialverhalten   werden   von   den   unterrichtenden   Lehrkräften   in   Absprache   und   Zusammenarbeit   mit   den   Förderlehrkräften   verfasst.   Die   Texte   werden abschließend   namentlich   gekennzeichnet.   Die   Texte   zu   Lern-   und   Arbeitsverhalten   sowie   Sozialverhalten   vervollständigen   die   Klassenlehrkräfte   mit   Unterstützung   der Förderlehrkräfte.   Die   Klassenlehrkräfte   sammeln   die   Zeugnistexte   der   unterrichtenden   Lehrkräfte   ein,   fügen   sie   zu   dem   fertigen   Zeugnis   zusammen   und   schicken   es   an die   Abteilungsleitung.   Die   Abteilungsleitung   ist   für   das   Drucken   der   Zeugnisse   verantwortlich.   Die   Zeugnisvordrucke   werden   den   Klassenlehrkräften   zur   Verfügung gestellt. Hinweise zur Erstellung von Textzeugnissen befinden sich auf dem Server der AES. Lernende,   die   in   Klasse   10   an   einem   besonderen   Bildungsgang   zum   Erwerb   eines   dem   Hauptschulabschlusses   nach   Klasse   9   gleichwertigen   Abschluss   teilnehmen, erhalten   ein   Textzeugnis   mit   den   entsprechenden   Noten.   Dabei   ist   darauf   zu   achten,   dass   die   erbrachte   Leistung   den   Anforderungen   der   Klasse   9   und   nicht   der   Klasse 10 entspricht. Nachteilsausgleich Nachteilsausgleiche    dienen    dazu,    dass    Lernende    mit    einer    Schwierigkeit    (z.B.    auch    Autismus-Spektrum-Störung    und    LRS)    und/oder    mit    sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf   ihre   Fähigkeiten   in   Bezug   auf   die   Anforderungen   der   jeweiligen   Ausbildungs-   undPrüfungsordnungen   der   allgemeinen   Schule   abrufen   können. Lernende   mit   sonderpädagogischem   Unterstützungsbedarf   haben   das   Recht   auf   volle   Teilhabe   am   allgemeinen   Bildungssystem.   Damit   verbunden   bleibt   der   Anspruch auf   bestmögliche   sonderpädagogische,   therapeutische   oder   pflegerische   Unterstützung   oder   Nachteilsausgleiche.“   (Sonderheft   Inklusion   01/14.S.6)   Nachteilsausgleiche sollen   so   ausgerichtet   sein,   dass   begründete   Benachteiligungen   ausgeglichen   werden   und   Chancengleichheit   entsteht.   Sorgeberechtigte   oder   Lehrkräfte   beantragen einen   Nachteilsausgleich   bei   der   Schulleitung.   Nach   Rücksprache   und   Beratung   im   Rahmen   der   Klassen-/Zeugniskonferenz   entscheidet   die   Schulleitung   über   Art   und Umfang   eines   zu   gewährenden   Nachteilsausgleiches.   Der   Nachteilsausgleich   wird   zu   Beginn   jeden   Schuljahrs   festgelegt   und   ist   für   alle   Lehrkräfte   verbindlich.   In   der Lernenden   Akte   wird   der   Nachteilsausgleich   dokumentiert,   nicht   aber   auf   dem   Zeugnis.   Die   gesetzliche   Grundlage   zur   Erteilung   eines   Nachteilausgleiches   für   Lernende mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ergibt sich unter anderem aus § 19. 1.5 Beraten Die   Förderlehrkräfte   sind   Ansprechpartner*innen   für   das   gesamte   Kollegium   bei   förderpädagogischen   Fragestellungen   und   Diagnostik.   Individuelle   Beratungstermine   mit Lehrkräften   sowie   Hospitationstermine   sind   in   jeder   Lerngruppe   möglich.   Für   die   Beratung   aufgrund   von   auffälligem   Lern-   oder   Sozialverhalten   von   Lernenden   ohne diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf ist folgender Ablauf vorgesehen: o Die ratsuchende Lehrkraft meldet ihren Bedarf bei der Abteilungsleitung der entsprechenden Lernstufe an. o Im nachfolgenden Beratungsgespräch werden Rückfragen geklärt und Handlungsmöglichkeiten diskutiert. o Eventuell wird ein Hospitationstermin der Förderlehrkräfte im Unterricht vereinbart. o Reflexion o Im Falle eines notwendigen AO-SF-Antrages steht die Förderlehrkraft den durchführenden Lehrkräften beratend zur Seite. Jede   Förderlehrkraft   hält   eine   Wochenstunde   zu   Beratungszwecken   für   Lehrkräfte   im   Stundenplan   bereit.   Diese   kann   zeitlich   flexibel   organisiert   werden.   In   den Jahrgangsstufen   5/6,   7/8   und   9/10   findet   einmal   wöchentlich   eine   Beratungsstunde   statt.   An   dieser   Sitzung   sind   die   Abteilungsleitungen,   die   Beratungslehrkräfte,   die Sozialpädagog*innen und bei Bedarf die Förderlehrkräfte beteiligt. 1.6 Berufsorientierung Lernende   in   ihrer   beruflichen   Orientierung   und   Lebensplanung   zu   unterstützen   ist   Ziel   des   für   alle   Lernende   verbindlichen   NRW-Landesprojektes   „Kein   Abschluss   ohne Anschluss“ (KAoA). Das   Projekt   setzt   in   Jahrgang   8   mit   folgenden   Standardelementen   zur   beruflichen   Orientierung   in   unserer   Schule   ein:   Potenzialanalyse,   Berufsfelderkundung   und Beratung. Das Programm KAoA-STAR gilt für Lernende mit Bedarf an förderpädagogische Unterstützung in den Bereichen Geistige Entwicklung (GG) Hören und Kommunikation (HK) Körperliche und motorische Entwicklung (KM) Sehen (SE) Sprache (SQ) Autismus-Spektrum-Störung und/oder anerkannter Schwerbehinderung Lernende   mit   sonderpädagogischen   Unterstützungsbedarfen   LE   und   ES   werden   den   Trägern,   welche   die   Potenzialanalyse   und   Berufsfelderkundung   durchführen, gemeldet,   damit   diese   sich   auf   die   Zielgruppe   einstellen   können.   Als   Teil   dieses   Konzeptes   bietet   KAoA-STAR   („KAoA   –   Schule   trifft   Arbeitswelt“)   darüber   hinaus   ab   dem drittletzten   Schulbesuchsjahr   eine   besondere   Unterstützung   und   Begleitung   im   Sinne   einer   förderspezifischen   Umsetzung   der   Berufsorientierung   in   unserer   Schule. Dabei   richtet   sich   KAoA-STAR   an   jene   Lernende   mit   den   Förderschwerpunkten   GG,   KME,   HK,   SE   und   SQ   sowie   an   solche   mit   anerkannter   Autismus-Spektrum-Störung oder einer ausgewiesenen Schwerbehinderung. Die   Teilnahme   an   KAoA-STAR   beschließen   die   Klassenlehrkräfte   und   die   Förderkräfte   gemeinsam   mit   den   Sorgeberechtigten   der   jeweiligen   Lernende   in   einem individuellen   Beratungsgespräch,   was   i.   d.   R.   im   zweiten   Halbjahr   des   siebten   Jahrgangs   stattfindet.   Das   Ergebnis   dieses   Beratungsgespräches   wird   schriftlich dokumentiert,    wobei    die    Möglichkeit    besteht,    nachträglich    einmal    zwischen    den    beiden    Systemen    KAoA    und    KAoA-STAR    zu    wechseln.    KAoA-STAR    wird    durch Mitarbeiter*innen   des   Integrationsfachdienstes   der   Stadt   Remscheid   unterstützt,   die   mit   der   Schule,   den   Sorgeberechtigten   und   den   Lernenden   zusammenarbeiten   und sie   über   den   gesamten   Berufsorientierungsprozess   hinweg   begleiten.   Neben   den   Standardelementen   Potenzialanalyse,   Berufsfelderkundung,   Beratung   und   dem   später folgenden    Praktikum    können    bei    Bedarf    flankierende    Hilfen    für    die    Lernenden    in    Anspruch    genommen    werden,    wie    Berufsorientierungsseminare    oder arbeitsplatzbezogene Kommunikationstrainings. Praktikum Neben   der   Berufsvorbereitung   KAoA   und   KAoA-STAR   machen   alle   Lernende   der   Jahrgangsstufe   9   zu   einem   festgelegten   Termin   ein   dreiwöchiges   Betriebspraktikum. Weitere   Praktika   für   die   Förderlernende   mit   dem   Unterstützungsschwerpunkten   Lernen   undGeistige   Entwicklung   sind   möglich,   sofern   diese   nicht   den   Schulabschluss (möglicher   Hauptschulabschluss   nach   Klasse   9)   gefährden.   Bei   Bedarf   kann   in   Jahrgang   10   für   diezieldifferent   unterrichteten   Förderlernende   ein   Tagespraktikum, welches   regelmäßig   ein-   bis   zweimal   wöchentlich   stattfindet,   durchgeführt   werden.   Dies   dient   der   Berufserkundung   und   -   eingliederung   in   ein   gewünschtes   Berufsfeld dienen.   Die   Sorgeberechtigten   müssen   dazu   ihr   Einverständnis   geben.   Lernende,   die   nicht   an   der   ZP   10   teilnehmen,   machen   in   dieser   Zeit   ein   weiteres   zweiwöchiges Praktikum. Für die zieldifferent unterrichteten Förderlernenden gibt es eine gesonderte Praktikumsmappe, die den Voraussetzungen individuell angepasst werden kann. Die Praktikumsmappe befindet sich auf dem Server der AES. 2 Rahmenbedingungen 2.1 Organisieren Differenzierungsräume Zur   äußeren   Differenzierung   werden   Differenzierungsräume   benötigt.   In   den   Jahrgängen   5/6   stehen   in   Gebäude   II   zwei   Förderräume   und   eine   kleine   Küche   im „Kinderhaus“ zur Verfügung. In   Gebäude   I   gibt   es   zwei   Förderräume   angrenzend   an   die   Klassenräume   R125   und   R225.   Der   Raum   216   dient   als   Förderraum   und   ist   entsprechend   ausgestattet.   Diese Räume dienen als Differenzierungsraum   für   Einzel-   und   Gruppenbetreuung   und   als   Rückzugsraum,   um   zeitnah   und   flexibel   Beratungsgespräche   mit   Lernenden   und   Sorgeberechtigten führen zu können. Stundenplangestaltung.   Die   Förderlehrkräfte   gestalten   unter   Berücksichtigung   der   Bedürfnisse   der   Förderlernenden   die   Verteilung   ihrer   Wochenstunden   im   Stundenplan selbst.   Ihr   Stundenplan   ist   flexibel   und   kann   verändernden   Bedürfnissen   angepasst   werden.   Dazu   können   gegebenenfalls   die   Einrichtung   von   Differenzierungskursen oder feste Zeiträume zur Verhaltensevaluation von Schülern   mit   dem   Förderschwerpunkt   ES   gehören.   In   den   Fächern   der   Fächergruppe   I   ist   möglichst   Doppelbesetzung   anzustreben.   Auf   Grund   der   Beratungstätigkeit   zu förderpädagogischen     Fragestellungen     und     Diagnostik     ist     es     notwendig,     dass     die     Förderlehrkraft     ihren     Einsatz     (Doppelbesetzung,     beratende     Tätigkeit, Differenzierungskurs)   flexibel   an   die   Gegebenheiten   und   im   Sinne   aller   Beteiligten   anpassen   kann.   Die   Förderlehrkraft   wird   nicht   zur   allgemeinen   Vertretung   eingesetzt. In Ausnahmefällen kann sie eine kurzfristige Vertretung in einer Klasse mit ihr vertrauten Förderlernende übernehmen. Klassenbildung in Jahrgang 5 Die   Beratungslehrkraft   führt   im   Frühjahr   Gespräche   mit   den   Klassen-   und   Förderlehrkräften   der   Grundschulen,   um   anamnestisches   Vorwissen   für   die   Verteilung   der Förderlernenden   in   die   fünften   Klassen   und   deren   weitere   Förderplanung   berücksichtigen   zu   können.   Bei   Bedarfkann   eine   Förderlehrkraft   die   Beratungslehrkraft   dabei unterstützen.   Ein   Team   aus   Schulleitungsmitgliedern,   Beratungs-   und/oder   Förderlehrkräfte   führt   mit   jedem/jeder   aufzunehmende   Lernenden   ein   Gespräch   und   notiert besondere   Stärken   oder   Bedürfnisse.   Bei   der   Klassenbildung   dienen   diese   Gesprächsnotizen,   neben   den   Grundschulzeugnissen,   als   Grundlage   der   Zuordnung   zu   einer Klasse.   Die   Klassenbildung   wird   durch   die   Schulleitung   durchgeführt   und   es   wird   auf   Ausgewogenheit   in   unterschiedlichen   Bereichen   Wert   gelegt.   Nach   den   Herbstferien werden   die   Lehrkräfte   der   Grundschulen   und   der   Förderschulen   zu   einem   Austausch   mit   den   neu   unterrichtenden   Klassenlehrkräften   des   Jahrgangs   5   eingeladen.   Alle zukünftigen Klassenlehrkräfte haben die Möglichkeit,die ihnen zugewiesenen Lernenden im Grundschulunterricht zu erleben. Elternsprechtage Zweimal   jährlich   finden   Mitte   Mai   und   Mitte   November   Elternsprechtage   statt.   Die   Förderlehrkräfte   stehen   für   vereinbarte   Termine   und   spontane   Gespräche   in   dieser   Zeit zur   Verfügung.   Dazu   wird   ihnen   ein   gesonderter   Raum   zur   Verfügung   gestellt,   der   im   Raumplan   vermerkt   wird.   Nach   Absprache   können   die   Gespräche   mit   den Sorgeberechtigten   auch   gemeinsam   mit   den   entsprechenden   Klassenlehrkräften   durchgeführt   werden.   Gestaltung   und   Planung   von   Unterricht   Die   Unterrichtsinhalte   legt die   Lehrkraft   der   Allgemeinschule   fest.   Differenzierungsmaßnahmen   und   Veränderungen   der   Inhalte   für   die   Förderlernende   legt   die   Lehrkraft,   in   Absprache   mit   der Förderlehrkraft fest. Schulabschlüsse Förderschwerpunkt Lernen (LE) Erwerb des Hauptschulabschlusses nach Klasse 9 Zum   Ende   der   Jahrgangsstufe   9   entscheidet   die   Zeugniskonferenz,   ob   die   betroffenen   Lernenden   in   Jahrgang   10   an   dem   Bildungsgang   zum   Erwerb   eines   dem Hauptschulabschluss    nach    Klasse    9    gleichwertigen    Abschlusses    teilnehmen    können.    Dies    ist    der    Fall,    wenn    erwartet    werden    kann,    dass    sie    aufgrund    ihrer Leistungsfähigkeit   und   Gesamtentwicklung   diesen   Abschluss   erreichen   können.   Zusätzlich   müssen   die   Lernenden   im   Jahrgang   9   im   Fach   Englisch   unterrichtet   worden sein.   Schüler,   die   an   diesem   Bildungsgang   teilnehmen,   werden   in   allen   Unterrichtsfächern   entsprechend   der   Hauptschulkriterien   nach   Klasse   9   bewertet.   Es   gelten   die Vorgaben    entsprechend    der    §35-36    AO-SF    NRW.    Die    genauen    Anforderungen    sind    dort    nachzulesen.    Es    wird    angestrebt,    die    Lernenden    am    Unterricht    des Klassenverbandes    teilnehmen    zu    lassen.    In    Unterrichtsfächern    mit    besonderem    Unterstützungsbedarf    erfolgt    die    Förderung    abhängig    von    Gruppengröße    und Leistungsfähigkeit in innerer oder äußerer Differenzierung (siehe § 37 AO-SF NRW) Alle weiteren Lernenden erhalten nach Absolvierung der Klasse 10 einen Abschluss des Bildungsgangs Lernen. Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (GG) Am   Ende   der   Schulbesuchszeit,   bzw.   nach   11   Schulbesuchsjahren,   erhalten   die   Lernenden   ein   Abschlusszeugnis,   das   die   erworbenen   Kenntnisse,   Fähigkeiten   und Fertigkeiten    bescheinigt.    AO-SF    §    41    (3).    Wurden    die    erforderlichen    Schulbesuchsjahre    nicht    erreicht    UND    das    18.    Lebensjahr    noch    nicht    vollendet,    müssen entsprechende Schulbesuchsmaßnahmen erfolgen. Zielgleiche Förderschwerpunkte In   allen   zielgleichen   Förderschwerpunkten   wird   ein   regulärer   Schulabschluss   angestrebt.   Hierbei   ist   insbesondere   auf   den   Zeugniskonferenzen   der   Jahrgänge   9   und   10 zu prüfen, ob der Förderbedarf aufgehoben werden kann. 3 Unterrichtsentwicklung 3.1 Unterrichten Differenzierung Nach   Möglichkeit   findet   eine   inklusive   Beschulung   in   der   Regel   sowohl   bei   zielgleich   als   auch   bei   zieldifferent   beschulten   Lernenden   im   Klassenverband   statt.   Alle   in   der Klasse   unterrichtenden   Lehrkräfte   sind   in   der   Verantwortung   die   individuellen   Förderziele   und   die   Bedürfnisse   jedes   Lernenden   zu   berücksichtigen.   Dies   kann   bei   Bedarf die   Notwendigkeit   einer   Binnendifferenzierung   bei   der   Ausgestaltung   des   Unterrichts   beinhalten.   Die   Auswahl   der   Unterrichtsinhalte   orientiert   sich   bei   zieldifferenter Beschulung   ebenfalls   am   Lehrplan   der   Gesamtschule.   Jedoch   muss   individuell   entschieden   werden,   an   welchen   Lehrplanzielen   die   Lernenden   arbeiten.   Die   individuelle Förderung   macht   teilweise   eine   äußere   Differenzierung   in   Kleingruppen,   oder   in   Einzelförderung   notwendig.   Dies   gilt   insbesondere   für   die   Fächer   der   Fächergruppe   I. Differenzierungskurse    werden    abhängig    von    sonderpädagogischer    Personalkapazität    angeboten    und    können    jahrgangsübergreifend    stattfinden.    Gegebenenfalls benötigen   zieldifferent   beschulte   Lernende   unterschiedlichste   Lernmaterialien,   die   handlungsorientiertes   Lernen   entsprechend   ihrer   Ziele   und   Möglichkeiten   ermöglichen. Nach Bedarf ist bei zieldifferent beschulten Lernenden eine individuelle Stundenplangestaltung möglich. Vertretungsreader Für   alle   Lernenden   der   Albert-Einstein-Schule   gibt   es   einen   Reader,   der   bei   Bedarf   in   Vertretungsstunden   eingesetzt   werden   kann.   Die   Reader   sind   jeweils   auf   einen Jahrgang   ausgerichtet   und   enthalten   Unterrichtsinhalte   aus   allen   Fächern.   Die   Aufgaben   dienen   der   Wiederholung   und   der   Festigung   des   Unterrichtsstoffes.   Die   Reader werden   in   einer   Box   im   Klassenraum   aufbewahrt.   Einzelne   Aufgaben   können   auch   von   Lernenden   mit   Förderbedarf   bearbeitet   werden.   Zusätzlich   gibt   es   einen   Reader für   Förderlernende.   Dieser   Reader   befindet   sich   in   den   jeweiligen   Inklusionsräumen   oder   wird   am   Anfang   des   Schuljahres   an   die   zieldifferent   unterrichteten   Lernenden verteilt. Weitere Differenzierungsmöglichkeiten für alle Lernenden - LRS Förderungskurse - Werkstattkarussell für die Fächer Mathematik und Deutsch im Jahrgang 5 3.2 Umgang bei Auffälligkeiten im Emotional- und Sozialverhalten Lernende   mit   Unterstützungsbedarf   im   Emotional-und   Sozialverhalten   zeigen   Auffälligkeiten   in   unterschiedlichsten   Ausprägungen   und   Häufigkeiten.   Sie   unterscheiden sich   mit   ihrer   Tendenz   selbst-   und   fremdgefährdendes   Verhalten   in   extrovertierter   oder   introvertierter   Art   zu   zeigen,   stark   von   ihren   Mitlernenden.   Daher   haben   diese Lernenden   teilweise   besondere   Bedürfnisse,   auf   die   im   Unterrichtsgeschehen   Rücksicht   genommen   werden   muss.   Folgenden   Gelingensbedingungen   tragen   zu   dem Erfolg der inklusiven Beschulung und einem störungsreduzierten Unterrichtsverlauf bei: Enge Beziehung zur Lehrkraft Transparenz der Regeln und Konsequenzen (Classroommanagement) Auszeitmöglichkeiten Unmittelbare Rückmeldung (Lob) bei positivem Verhalten (orientiert am individuellen Förderziel) Verstärkersysteme (für die Klasse, aber auch individuell) Regelmäßige und unmittelbare 1:1-Reflexion bei Regelverstößen Transparenz und Reflexion des Förderziels mit den Lernenden und den Sorgeberechtigten (Förderplangespräch) Enger Austausch über positive und negative Verhaltensentwicklung mit den Sorgeberechtigten Tolerantes Klassenklima 3.3 Fördern planen Förderpläne erstellen Für   Förderlernende   werden   mindestens   zwei   Förderpläne   pro   Schuljahr   geschrieben.   Die   jeweilige   Fachlehrkraft   formuliert   in   Zusammenarbeit   mit   den   Förderlehrenden die   Förderziele.   Der   Abgabetermin   für   die   fertigen   Pläne   ist   jeweils   vor   den   Herbst-   und   Osterferien.   Den   Sorgeberechtigten   wird   der   Plan   zur   Kenntnisnahme   vorgelegt und von ihnen unterschrieben. Im Anschluss werden die Förderpläne in der Förderakte abgeheftet. Bereiche der Förderpläne Alle   anderen   Förderlernenden   erhalten   mindestens   ein   fachunabhängiges   Förderziel   aus   den   vorrangigen   Entwicklungsbereichen,   welches   sich   nach   den   individuellen Voraussetzungen   richtet.   Die   Förderlernenden   Lernen   (LE)   und   Geistige   Entwicklung   (GG)   erhalten   zusätzlich   individuelle   Förderziele   in   den   Fächern   Mathematik, Deutsch   und   zu   einem   vorrangigen   Entwicklungsbereich.   Beide   Vordrucke   (zielgleich   und   zieldifferent)   befinden   sich   auf   dem   Server   der   AES.   Verantwortliche Lehrer*innen    für    das    Schreiben    der    Förderpläne    Der    Förderplan    wird    von    den    unterrichtenden    Fachlehrkräften    Mathematik    und    Deutsch    in    Absprache    und Zusammenarbeit   mit   den   Förderlehrkräften   verfasst.   Die   fachunabhängigen   Ziele   schreiben   die   Klassenlehrkräfte   mit   Unterstützung   der   Förderlehrkräfte   und   in Absprache   mit   den   unterrichtenden   Fachlehrkräften   der   Klasse.   Die   Klassenlehrkräfte   fügen   die   formulierten   Ziele   zu   einem   Förderplan   zusammen.   Die   Evaluation   der Förderziele   wird   jeweils   vor   der   Abgabe   der   neuen   Förderpläne   von   den   Klassen-   und   den   Fachlehrkräften   Mathematik   und   Deutsch   durchgeführt.   Jede   Lehrkraft,   die   in der entsprechenden Klasse unterrichtet, ist verpflichtet den Förderplan durchzulesen und umzusetzen. 4 Kommunikationsstrukturen 4.1 Kommunizieren Strukturen für die unterrichtenden Lehrkräfte Zur   Vernetzung   der   unterrichtenden   Lehrkräfte   gibt   es   an   der   Albert-Einstein-Schule   verschiedene   Instrumente,   die   die   Zusammenarbeit   von   Klassen-,   Fach-   sowie Förderlehrkräfte   und   dem   Elternhaus   erleichtern   sollen.   Über   ständige   oder   wechselnde   Fördermaßnahmen   können   sich   alle   Beteiligten   über   ein   Mitteilungsheft austauschen.   So   können   Maßnahmen   aus   den   Förderplänen   direkt   übertragen   werden   und   alle   Lehrpersonen   sich   an   der   Umsetzung   und   Evaluation   beteiligen. Angegliedert   an   das   Mitteilungsheft   gibt   es   Dokumentationsbögen,   die   für   jede/n   Lernenden   einzeln   geführt   werden   können,   um   den   Erfolg   von   Maßnahmen   zu evaluieren, die Diagnostik weiterer Fördermaßnahmen zu erleichtern und den Grundstein für eine effiziente Beratung zu bieten. Team der Sonderpädagogen Bei Bedarf, mindestens aber viermal im Jahr tagen die Förderlehrkräfte und tauschen sich über - die ihnen zugeordneten Förderlernenden - Beratungsfälle - Materialbeschaffung - Unterrichtsgestaltung etc. aus. Inklusionsjahresplan Zu    Beginn    des    Schuljahres    werden    Termine,    in    den    Jahresterminplan    der    Schule    integriert.    Ein    weiterer    Plan    enthält    Fristen,    Inhalte,    Zuständigkeiten    sowie Formularanlagen und -ablagen, die die Inklusion betreffen. Stand: 07.02.2020
Rahmenkonzept zur Inklusion der Albert-Einstein-Schule